07.08.2023
  • Jugend

Berufsfeuerwehrwochenende begeisterte Trostbergs Nachwuchs

24 Stunden Feuerwehr mit vielen Höhepunkten – Übungsdienst und Freizeitspass

Trostberg. 24 Stunden Feuerwehrdienst, sechs Einsatzübungen, vier Ausbildungseinheiten, eine große Gemeinschaftsübung mit dem Nachwuchs des THW Traunreut und jede Menge gute Laune bildeten die Zutaten für ein erfolgreiches Berufsfeuerwehrwochenende in Trostberg. Jugendwart Maximilian Stadler und sein Team hatten sich wochenlang darauf vorbereitet. Als Dank wurde dem Betreuerteam „pure Begeisterung und strahlende Augen“ von den 23 teilnehmenden Jugendlichen entgegengebracht. Den Dreh- und Angelpunkt bildete dabei das Feuerwehrhaus in Trostberg, in dem die Jugendlichen und ihre Betreuer unter anderem ihr Schlafquartier bezogen hatten und zu den gemeinsamen Mahlzeiten zusammentrafen.


Von der „Katze auf dem Baum“ über „einen schweren Verkehrsunfall“ bis hin zu einer „ausgiebigen Wasserschlacht“ wartete auf die Jugendlichen ein ebenso interessantes wie abwechslungsreiches Programm. Am Freitagnachmittag trafen allesamt zur Begrüßung und zum „Bettbeziehen zusammen“, ehe zum ersten Mal die Alarmglocke ertönte. Eine Katze musste aus einem Baum gerettet werden – kein Problem für den Nachwuchs und den Einsatz einer Drehleiter. Als nächstes waren sie mit einem Mülltonnenbrand konfrontiert ehe sie zu einem Zimmerbrand gerufen wurden und ihr gesamtes Feuerwehr- und Erste–Hilfe-Wissen an den Tag legen mussten.


Mit einem gemeinsamen Grillabend, begleitet von Tischtennis- und Fußballmatches sowie Partymusik hatten die Jugendlichen einen entspannten Abend. Um 21:30 Uhr standen dann noch zwei Ausbildungseinheiten auf dem „Schichtplan“. Die Ausbilder aus der Aktiven Mannschaft hatten eine Trainingseinheit zum Ablöschen einer brennenden Person sowie eine Fettbrandexplosion vorbereitet und informierten über die dann notwendigen Handgriffe. „Von der angedachten Nachtruhe konnte man auf Grund der Nervosität wegen eines möglichen Alarms nicht sprechen“, schmunzelt Maximilian Stadler.


Um 4 Uhr war dann auch die Nacht tatsächlich vorbei und der Nachwuchs rückte zu einem Gartenhüttenbrand auf dem Volksfestplatz aus. Rund 45 Minuten brauchten die Jugendlichen, bis alle notwendigen Maßnahmen durchgeführt wurden und der Brand erfolgreich gelöscht war. Das anschließende gemeinsame Frühstück wurde jäh vom Alarmgong unterbrochen. Im Mittelpunkt des Geschehens stand zum zweiten Mal eine Katze, dieses Mal musste der Stubentiger aus einem Schacht im Schwimmbad gerettet werden. Zu allem Überfluss stellte sich vor Ort heraus, dass auch noch Kind als vermisst galt, dass in einer großen Suchaktion gefunden werden musste.


Das Schwimmbad wurde anschließend noch gleich mit einer Unterrichtseinheit verbunden. Mitglieder der Wasserwacht zeigten den Nachwuchslöschmeistern, wie man Personen aus dem Wasser retten kann, die kurz vor dem Ertrinken sind. Außerdem durften die Jugendlichen, das zu diesem Zeitpunkt noch menschenleere Schwimmbecken, für einen Sprung ins kühle Nass nutzen. In den Vormittagsstunden sind dann 13 Jugendliche und mehrere Betreuer des THW Traunreut dazu gestoßen. Im Anschluss an die gemeinsame Ausbildungseinheit „Wasserversorgung über lange Wegstrecken“ folgte ein gemeinsames Mittagessen, ehe die „größte Bewährungsprobe“ des Wochenendes auf die Jugendlichen wartete.


Ein schwerer Verkehrsunfall in Verbindung mit einem beginnenden Waldbrand bildete die Aufgabe für die Nachwuchsretter von Feuerwehr und THW. Neben der Menschenrettung und den Maßnahmen in der Technischen Hilfeleistung waren die Übungsteilnehmer damit beschäftigt, eine Wasserversorgung zu errichten und löschten letztlich mit sechs Rohren gemeinsam das simulierte Feuer. Das „offizielle Ende“ des Berufsfeuerwehrtages wurde mit einer ausgiebigen Wasserschlacht aller Beteiligten besiegelt. Patschnasch aber glücklich und zufrieden folgten dann noch Aufräumarbeiten und bei so manchen Teilnehmer schweren Herzens der „Auszug aus dem Feuerwehrhaus Schlafquartier“.


Die beiden Hauptverantwortlichen Maximilian Stadler und Rainer Henneberg zeigten sich am Ende des Tages dankbar und zufrieden, „Viele unserer Aktiven haben sich in die Vorbereitungen und die Durchführung eingebracht und damit einen wirklich packenden Berufsfeuerwehrtag auf die Beine gestellt. Die Jugendlichen waren wirklich die gesamten 24 Stunden mit Feuereifer dabei und ihre strahlenden Augen zeigen deutlich, dass sie viel Freude hatten und neben den Feuerwehrthemen auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wurde. Eine Neuauflage des Tages soll es in zwei Jahren geben und die Mitglieder des THW Traunreut haben bereits zu einem Gegenbesuch im kommenden Jahr geladen. Hob

Text
Hubert Hobmaier
Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Bilder
Anita Mußner, Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Feuerwehr Trostberg