06.04.2026
  • Einsatz
  • Aktuelles

Hoher Sachschaden bei Dachstuhlbrand in Hufschlag

Sachschaden in sechsstelliger Höhe – über 100 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz
 
Surberg. Bei einem Dachstuhlbrand am späten Samstagabend konnten sich die Bewohner selbständig in Sicherheit bringen. Ein Mann wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht, alle weiteren Bewohner bleiben unverletzt. Trotz des schnellen Eingreifens von vier Feuerwehren mit fast 100 Kräften wurden Gebäude und Dach durch das Feuer stark beschädigt, das Dachgeschoss brannte weitgehend aus. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag.


Gegen 22:52 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Wohnhaus in Hufschlag „Am Kircherl“ alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein zu sehen und bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigten diese einen Vollbrand im Dachstuhl. Parallel gingen weitere Notrufe bei der Integrierten Leitstelle in Traunstein ein, die von einem Gebäudebrand berichteten.


Bei der Alarmmeldung an die Feuerwehren wurde mitgeteilt, dass sich bis zu fünf Personen im Gebäude befinden können und so legten die Floriansjünger ihre Priorität auf die Menschenrettung. Bei der Erkundung stellte sich jedoch heraus, dass sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches vier Personen im Haus befanden, die das Gebäude rechtzeitig verlassen hatten. Sie wurden vom Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuz betreut, der mit mehreren Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort waren. Ein Mann wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung zur Behandlung ins Klinikum Traunstein gebracht.


Unter der Leitung von Georg Spiegelberger leitete die Feuerwehr umgehend umfangreiche Löschmaßnahmen ein. Zunächst erfolgte die Brandbekämpfung von außen, auch über eine Drehleiter und parallel dazu wurde ein Innenangriff vorbereitet. Durch den massiven Einsatz der Löschtrupps mit vier Atemschutztrupps konnte rasch ein erster Löscherfolg erzielt werden. Um 23.14 Uhr wurden weitere Einsatzkräfte, vor allem Atemschutzgeräteträger nachgefordert, um ausreichend Kräfte für den Innenangriff sowie die Nachlöscharbeiten zur Verfügung zu haben. 


So gelang es den Einsatzkräften, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen und schließlich vollständig abzulöschen. Umfangreich waren die Nachlöscharbeiten, insbesondere im Bereich des Daches und des Balkons im ersten Obergeschoss. 


Das Dach musste teilweise geöffnet werden, wegen der starken Dachneigung wurden zuvor Maßnahmen zur Absturzsicherung durchgeführt. Die Brandflächen wurden mit Wärmebildkameras kontrolliert, um Glutnester ausfindig und unschädlich zu machen.


Insgesamt waren 92 Einsatzkräfte der Feuerwehren Surberg, Traunstein, Haslach, Hochberg und Wonneberg sowie weitere rund 20 Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes und der Polizei im Einsatz. 


Die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte verlief „koordiniert und effektiv“, wie Einsatzleiter Spiegelsberger nach Einsatzende betonte. 
Die ersten polizeilichen Ermittlungen, wie es zu dem Brand kam, erfolgten durch Beamte der Polizeiinspektion Traunstein. Am Einsatzort übernahm der Kriminaldauerdienst (KDD) die weiteren Ermittlungen zur Brandursache. 


Am Ostermontag gegen 7.30 Uhr wurden die Feuerwehren Surberg und Traunstein erneut zum Brandort nach Hufschlag alarmiert, nachdem ein Nachbar einen Feuerschein im ersten Obergeschoss entdeckt hatte und über Notruf die Feuerwehr verständigte. Die Einsatzkräfte stiegen über Steckleitern auf den Balkon und von dort in die Zimmer, in denen der Feuerschein vermutet wurde. Ein Feuer wurde jedoch glücklicherweise nicht festgestellt. Der Erkundungstrupp machten Lichterketten und LED-Kerzen als Ursache für den vermeintlichen Feuerschein aus und beseitigten diese. Nach kurzer Zeit konnten die Wehren, die mit kleiner Besatzung und drei Fahrzeugen angerückt waren, wieder abrücken.        


Text: Stefan Lohwieser / Peter Volk, Pressesprecher KFV Traunstein
Bilder: Feuerwehren Traunstein und Surberg