03.07.2023
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Spielerischer Wissenstest feiert im Landkreis Traunstein Premiere

Tenglings Jüngste erhalten die Kinderflamme – Freude bei zehn Kindern

Taching, Tengling. Vergangenen Samstag (01.07.) kam es zu einer Premiere im Landkreis Traunstein. Neben den „traditionellen“ Leistungsabzeichen der Aktiven und dem Jugendleistungsabzeichen für den Feuerwehrnachwuchs wagten sich die Verantwortlichen der Kinderfeuerwehr Tengling mit ihren Sprösslingen als erste Feuerwehr in der Region an das „Leistungsabzeichen“ für die Kinderfeuerwehren. In mehreren Gruppenstunden haben sich die zehn Nachwuchslöschmeisterinnen und -Löschmeister auf die unterschiedlichen Aufgaben vorbereitet und durften sich am Ende über die „Bayerische Kinderflamme“ in Form einer Anstecknadel aus den Händen von Cornelia Kübler vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein freuen.


„Nachdem wir bei den Feuerwehren im Landkreis Traunstein mittlerweile neun Kinderfeuerwehren haben, war es eine Frage der Zeit, bis die ersten Gruppen dieses spielerische Leistungsabzeichen ablegen. Ich freue mich sehr darüber, dass die Tenglinger den Schritt gewagt haben und nun mit ihrem tollen Erfolg in die Geschichtsbücher einziehen werden“, so die Fachberaterin für Kinder- und Jugendfeuerwehren. Insgesamt gibt es bei der Kinderflamme drei Stufen. Die erste Stufe richtet sich an alle sechs- bis siebenjähren Kinder. Die Stufe zwei kann man ab dem achten Lebensjahr ablegen und für die zehnjährigen Kinder ist dann die dritte Stufe möglich. Mit zwölf Jahren wechseln sie dann offiziell in die Jugendfeuerwehr und können bis zum 18. Lebensjahr an der Jugendleistungsprüfung teilnehmen.


Zur Begrüßung gab es zunächst mal für alle Beteiligten eine Runde Gummibärchen. Damit war das Eis erstmal gebrochen und die Anspannung verfolgen. Mehrere unterschiedliche Aufgaben mussten Tenglings Jüngste absolvieren, ehe sie ihr Ziel erreicht hatten und die Prüfung erfolgreich bewältigt war. So mussten die Kinder verschiedene Kleidungsstücke, die zur Persönlichen Schutzausrüstung der Feuerwehr gehören, erkennen und deren Funktion erklären. Die Kinder konnten bereits einiges an Fachwissen aufzählen und alle Gegenstände richtig zuordnen. Anschließend ging es an die Brandschutzaufgabe. Von einem Teller mit verschiedenen Streichhölzern mussten die Kinder diejenigen heraussuchen, die noch verwendet werden können und nicht beschädigt oder bereits abgebrannt waren.


Nachdem die Kinder die „Streichholzaufgabe“ gemeistert hatten, machten sie sich im Themenfeld Erste Hilfe ans Werk. Mit einem Pflaster musste eine auf einem Stück Papier aufgemalte Wunde „professionell verarztet“ werden. Dabei mussten die „kleinen Retter“ nacheinander ein Pflaster raussuchen, dass im Verhältnis am besten auf die vorgegebene Wunde passt, darauf achten, dass man beim Aufkleben das Wundkissen nicht berührt und das Pflaster letztlich vorsichtig positioniert. „In den vorbereitenden Übungen habe ich stets meinen Arm zur Verfügung gestellt, was insbesondere beim Abziehen der Pflaster zu schmerzhaften Erfahrungen geführt hat“ schmunzelte die sichtlich stolze Leiterin der Kinderfeuerwehr, Lena Obermayer.


Anschließend hatten die Kinder noch allgemeine Feuerwehrfragen zu lösen. Welche Nummer hat der Notruf? „112 das ist ja einfach“, so die Antwort eines „Prüflings“. Reihum ging es weiter uns so schossen die Antworten zu Fragen wie viele Stunden am Tag sind die Feuerwehreinsatzkräfte für Einsätze bereit? Wie kann man ein Feuer löschen? Wie lauten die 5 W-Fragen bei einem Notruf? Die Kinder meldeten sich eifrig und schafften es am Ende, alle Fragen richtig zu beantworten.
Für die letzte Aufgabe war jede Menge Teamfähigkeit gefragt. Aufgeteilt in zwei Gruppen mussten sie, eine Decke wenden, auf der sie standen. Der Fußboden durfte dabei nicht berührt werden. „Ziel dieser Aufgabe war es, dass die Kinder miteinander kommunizieren und gemeinsam an der Lösung arbeiten“, so Cornelia Kübler. Die Gruppenleiterin Lena Obermayer ergänzt, „dass die Kinder beim Üben oft mehrere Anläufe gebraucht haben, aber heute bei der Prüfung klappte es in beiden Gruppen auf Anhieb und das sogar in Bestzeit“.


Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lohn für ihren Einsatz. Cornelia Kübler und Lena Obermayer verteilten die kleinen Abzeichen als sichtbares Zeichen für die erfolgreiche Teilnahme. Zu den ersten Gratulanten gehörte unter anderem der Tenglinger Kommandant Florian Reiter, der zusammen mit vielen weiteren Eltern am Rande der Prüfung mitgefiebert hatte. „Man konnte heute deutlich spüren, wie sehr sich die Kinder für das Thema Feuerwehr begeistern und dass sie fleißig für ihren Erfolg trainiert haben“ so Cornelia Kübler und lobte die Kinder bei der „offiziellen Siegerehrung“ mit „ihr habt das als Team super gemacht und ich freue mich schon darauf, wenn ihr euch zu den beiden anderen Stufen anmeldet“. Hob

Text und Bilder
Cornelia Kübler, Hubert Hobmaier
Kreisfeuerwehrverband Traunstein